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Blick auf die Untergriesbacher Kirche

Internationale Kontakte

Das Gymnasium Untergriesbach pflegt seit vielen Jahren vielfältige internationale Kontakte.

So ist zwischen 1978 und 1994 das vom damaligen Mitarbeiter in der Schulleitung und späteren Stellvertreter StD Günther Klein durch den PAD durchgeführte Finnen-Programm vielen Untergriesbachern noch in bester Erinnerung. Es wurde damals an der Schule ein Sprachkurs eingerichtet, in dem im Laufe der Jahre viele junge „Nordländer“ ihre Deutschkenntnisse vertiefen konnten. Nicht wenige Schülerinnen und Schüler des GU schlossen Freundschaft mit den finnischen Gästen und besuchten diese in ihrem Heimatland.

USA

Im Schuljahr 1982/83 verbrachte eine Lehrkraft der Schule, Heidemarie Schönbrunner im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums ein Jahr als Lehrerin an einer amerikanischen Schule, der Westford Academy in Westford, einer kleinen Stadt in der Nähe von Boston im Bundesstaat Massachusetts. An ihrer Stelle unterrichtete der Lehrer Michael Joyce von eben dieser amerikanischen Schule am Gymnasium Untergriesbach.

Dieser Lehreraustausch war insofern ein Glücksfall für die Schule, als sich daraus ein lang andauernder, sehr erfolgreicher Schüleraustausch zwischen den beiden Schulen entwickelte, der erst im Jahre 2010 zum Stillstand kam, als Mr Joyce in den Ruhestand trat. Doch wird der Schüleraustausch in nicht allzu ferner Zukunft weitergeführt werden unter der Leitung von Tim Welch, einem ehemaligen Schüler von Michael Joyce, der am Austausch von 2002 teilnahm und nun auch als Deutschlehrer an der Partnerschule Westford Academy tätig ist.

China

Seit 2013 hat das GU eine weitere Partnerschule, nämlich die Quzhou Nr.2 High School in Quzhou (Provinz Zhejiang) in China. So reiste eine erste Schülergruppe im Herbst 2013 zunächst nach Shanghai und von dort nach Quzhou, wo man fünf Tage verbrachte, um die chinesischen Partner und das chinesische Schulwesen näher kennenzulernen. Weiter ging es von dort nach der am Westsee gelegenen 4-Millionen-Stadt Hangzhou, wo eine Teeplantage besucht wurde. Nach einer 16-stündigen Zugfahrt erreichte die Schülergruppe Beijing, wo man die Verbotene Stadt und die Chinesische Mauer bestaunte, bevor man von dort aus den Heimflug antrat. Im Februar 2014 kam eine chinesische Gruppe aus Quzhou nach Untergriesbach, die sich ausgezeichnet ins Schulleben integrierte und den Aufenthalt in Bayern sehr genoss. Ein Ergebnis dieser Kontakte zum „Reich der Mitte“ ist ein Chinesisch-Kurs unter der Leitung von Frau Zhirong Qiu, der den Untergriesbacher Gymnasiasten die Chance bieten soll, einen Einblick in chinesische Sprache und Kultur zu erhalten.

Tschechien und Österreich - das Dreiländereck

Neben den Beziehungen zu fernen Ländern hat das GU aber auch ganz ausgezeichnete Kontakte zum Nachbarland Tschechien. Seit der Zeit der Wende pflegt man die partnerschaftlichen Beziehungen zum Gymnasium Krumau, die in vielen Aktivitäten zum Ausdruck gebracht wurden.

So gab es Austauschwochenenden für Schüler, Austauschwochen für Lehrer, gegenseitige Besuche der Kollegien, einen bayerisch-böhmischen Kulturabend, Teilnahme der Untergriesbacher Schüler/innen am Maifest in Krumau und vieles mehr. Durch die Teilnahme am EUREGIO-Programm konnte eine Reihe tschechischer Gastschüler das GU besuchen. Im Übrigen können die Untergriesbacher Schüler/innen auch Tschechisch lernen, das in der 11. Klasse als Wahlfach von Frau Renata Reischl angeboten wird. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Deutschland und Tschechien waren viele Jahrhunderte und sind immer noch kulturell und wirtschaftlich eng miteinander verbunden.Tschechien ist heute unter den mittel-und osteuropäischen Staaten Bayerns wichtigster Handelspartner und viele deutsche und österreichische Firmen haben Niederlassungen in Tschechien, sodass Tschechisch-Kenntnisse insbesondere für Bewerber aus Bayern eine wertvolle Zusatz-Qualifikation darstellen. Für die 9.Klassen fand in den Jahren vor 2016 – immer dann, wenn die Französisch lernenden Schüler ihre Paris-Reise unternahmen – mehrfach eine Reise nach Prag statt, die großen Anklang fand. Seit Schuljahr 2016/17 gibt es, gefördert mit Mitteln aus dem Dispositionsfonds der Euregio, einen Schüleraustausch für Schüler der 8. und 9. Klasse mit dem Gymnasium Krumau. Seit dem Schuljahr 2018/19 begegnen sich, ebenfalls Euregio-gefördert, Sechstklässler in Stožec unweit von Haidmühle im tschechischen Nationalpark.

Lange Jahre gab es Sportwettkämpfe mit Schülern aus dem Tabor (CZ) und Rohrbach (A). 2018 wurde der Kontakt mit dem österreichischen Nachbargymnasium Rohrbach wiederbelebt. Im Rahmen eines Erasmus+-Projektes mit dem Titel "Brundibar - uns verbindet eine gemeinsame Geschichte" befassen sich zwei Jahre lang Schüler der drei Gymnasien Rohrbach, Krumau und Untergriesbach mit der Geschichte des Nationalsozialismus in der Region und bringen im März/April 2020 die Kinderoper "Brundibar" aus dem KZ Theresienstadt zur Aufführung.

Frankreich

Wir freuen uns sehr darüber, dass das bereits interessante Angebot unserer Schule eine wesentliche Bereicherung erfährt:

Das Gymnasium Untergriesbach und das Collège Donzelot in Limoges / Frankreich planen gemeinschaftlich eine deutsch-französischen Schüleraustausch. Der auf Gegenseitigkeit beruhende Austausch wird erstmalig im Schuljahr 2015/2016 durchgeführt. Während des zweiwöchigen Aufenthalts der französischen Schülergruppe Ende November / Anfang Dezember übernehmen die deutschen Schüler die Rolle der Gastgeber, bevor sie dann Ende Februar / Anfang März selbst in den Genuss der französischen Gastfreundschaft kommen werden.

Der Schüleraustausch stellt die wohl beste Gelegenheit dar, das Fremdsprachenlernen zu fördern. Die Unterbringung in Gastfamilien ermöglicht den Aufbau persönlicher Kontakte sowie das unmittelbare Erfahren der Lebensart des Nachbarlandes.

Weitere Kontakte

Es soll nicht vergessen werden, dass in unregelmäßigen Abständen auch Studienfahrten nach Polen durchgeführt werden, in erster Linie nach Krzyzowa/Kreisau, wo gemeinsam mit polnischen Schülern Projekte durchgeführt werden. So ist die Öffnung nach Osten am GU auf einem guten Weg.

Last but not least besteht auch ein Kontakt nach Italien, sodass jährlich immer ein bis zwei Schülerinnen aus Bozen drei Monate lang als Gastschülerinnen ihre Deutschkenntnisse erweitern können. Auch dieses Programm hat sich bisher als sehr erfolgreich erwiesen.