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Honigkuckuckskinder

Autor: 
Andreas Steinhöfel

Rubrik:

Altersgruppe:

Rezensent: 
Marit Dierckxsens und Ursula Kinateder
Inhalt: 

Die zwölfjährige Lena zieht mit ihrer Mutter ins Hotel Paradies, das alles andere als paradiesisch ist. Das sogenannte Hotel ist eine Unterkunft für Obdachlose, Asylsuchende, Illegale und Sozialfälle, kurzum ein Gebäude, das Menschen in Not beherbergt. Doch nicht alles geht dort mit rechten Dingen zu. Der Besitzer des Hotels namens Schmuck „schmückt“ sich nicht mit guten Taten, ganz im Gegenteil er bereichert sich am Elend der Hotelbewohner. Lena lernt Ajoke aus Angola und Efrem aus Äthiopien kennen. Zu dritt kommen sie Schmuck und seinen Gefolgsleuten auf die Schliche und setzen deren kriminellen Machenschaften mit Hilfe der Polizei ein Ende. Einmal mehr zeigt Steinhöfel in den Honigkuckuckskindern, dass sich Kinder mutig und couragiert gegen das Unrecht stark machen.

Persönliche Bewertung: 

Wir empfehlen dieses Buch allen, die Sinn für Gerechtigkeit verspüren und sich nicht mit dem Satz „Da kann man nichts machen“ zufriedengeben wollen. Zugegeben ein sehr ernstes Thema. Dennoch gelingt es Steinhöfel, es in eine wunderschönen Geschichte über Freundschaft und Menschlichkeit zu packen. Angesichts der aktuellen Flüchtlingsthematik ein lohnendes Buch, das Einblicke in persönliche Schicksale bietet und auf diese Weise nüchterne Zahlen mit konkreten Beispielen lebendig werden lässt.